altmarius

cultură şi spiritualitate

Schuberts Sinfonie C-Dur, die „Große“

Ein Roman in vier Sätzen

Moderation: Ulrike Timm

    
Idealisierte, nachkolorierte Zeichnung des sitzenden Komponisten mit kurzem, dunklen, lockigem Haar und kleiner, rundlicher Brille. (imago images / Leemage)
Er sprach von Geburt an Wienerisch, sagte der berühmte Dirigent Nikolaus Harnoncourt einmal über Franz Schubert und sein musikalisches Werk. (imago images / Leemage)

Mehr als 600 Lieder schuf Schubert. Doch um nicht ewig im Schatten Beethovens stehen, schuf er auch eine Symphonie. Lange galt seine sogenannte „Große“ in C-Dur als längstes Orchesterwerk überhaupt.

Als Franz Schubert 1828 mit gerade 31 Jahren starb, wurde seine Hinterlassenschaft ordentlich aufgelistet. Sie bestand vorwiegend aus Wäschestücken, darunter einige Paar Socken, vier Hemden, eine Matratze und eine Decke, sowie „einige alte Musikalien“ – in dieser Reihenfolge.

Elf Jahre später machte Robert Schumann einen Neujahrsbesuch bei Schuberts Bruder, stöberte in den „alten Musikalien“ und fand einen Schatz – die große C-Dur-Sinfonie.

Schumann begriff den künstlerischen Wert der Komposition sofort, Mendelssohn Bartholdy brachte sie mit dem Gewandhausorchester Leipzig zur Uraufführung – stark gekürzt, denn die Musiker verzweifelten wohl spätestens am wirbelnden letzten Satz.

Schubert selbst hat sein Werk nie öffentlich gehört, schon der Versuch, es wenigstens mal durchzuspielen, scheiterte kläglich. Man überreichte dem Komponisten hundert Gulden als Trostpreis, das Autograf lag fortan im Archivschlaf bei der Gesellschaft der Musikfreunde zu Wien.

Schubert steckte seine Abschrift in die Schublade – und für die Schublade zu komponieren, das war für ihn ja nichts Neues.

Verzweifeln an Beethoven

In Wien 1824, als Schubert anfing, über seine Sinfonie nachzudenken, gab es vor allem ein Gesprächsthema: Beethovens aktuelles Werk mit Sängern und Chor, die 9. Sinfonie! Schubert hatte die Uraufführung miterlebt, war völlig begeistert und fühlte sich zugleich vollkommen zerschmettert. Schließlich komponierte er selbst ein Werk nach dem anderen, hatte aber den Ruf: „Du kannst nur Lieder“.

Schubert wusste aber, wenn er in Wien etwas gelten wollte, musste er nachlegen, mit einer großen Sinfonie. Dass er sich, mit Beethovens Vorbild im Nacken, doch verhältnismäßig schnell befreien und den übermächtigen Eindruck des Vorbildes in etwas Eigenes, Schöpferisches verwandeln konnte, das liegt vor allem auch daran, dass Schubert seinen ganz eigenen Ton hat.

Er sprach Wienerisch von Geburt an

Immer, vom ersten Lied bis zum letzten Sinfonieakkord spricht Schubert seine eigene musikalische Sprache, auch ein spezielles wienerisches Idiom. Nikolaus Harnoncourt etwa betonte gern, Schubert spräche Wienerisch von Geburt an.

Das Volksliedhafte frei von jeglicher Tümelei, Wehmut und Melancholie sowie ein durchgehend wandernder rhythmischer Schwung aus punktierten Noten ziehen sich durchs gesamte Werk – alles entwickelt aus der Keimzelle allerersten Beginns.

Schubert kam vom Lied her

Dabei denkt Schubert vom Lied her, mehr als 600 Lieder hat er ja geschaffen und gilt als eigentlicher Schöpfer dieser Gattung. Diese strömende Klangrede nimmt er mit ins Orchester. Schubert entfaltet sein Material in die Weite, gestaltet nicht oder doch selten „kämpferisch“ wie Beethoven, sondern lässt aussingen, ohne die Fäden der Konstruktion aus der Hand zu geben.

Das braucht Zeit. Und so entsteht mit seiner C-Dur-Sinfonie für viele Jahre das längste reine Orchesterwerk überhaupt.

Interpretationen aus sieben Jahrzehnten

Die Aufführungen fallen höchst unterschiedlich aus, beeinflusst vor allem auch davon, ob man sich wie in älteren Aufnahmen auf langjährig bekannte Bearbeitungen stützt oder das Autograf nutzt.

Zu hören sind Interpretationen aus sieben Jahrzehnten unter Leitung von Wilhelm Furtwängler, René Leibowitz, Bruno Walter, Herbert Blomstedt, Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, John Eliot Gardiner und Ivan Fischer. Mit dem Chamber Orchestra of Europe hat einmal sogar das gleiche Orchester im selben Jahr Schuberts Sinfonie mit verschiedenen Dirigenten aufgenommen – mit Claudio Abbado und Nikolaus Harnoncourt.

Lassen Sie sich überraschen!

Vizualizări: 5

Adaugă un comentariu

Pentru a putea adăuga comentarii trebuie să fii membru al altmarius !

Alătură-te reţelei altmarius

STATISTICI

Free counters!
Din 15 iunie 2009

201 state 

(ultimul: Mauritania)

Numar de steaguri: 263

Record vizitatori:    8,782 (3.04.2011)

Record clickuri:

 16,676 (3.04.2011)

Steaguri lipsa: 41

1 stat are peste 660,000 clickuri (Romania)

1 stat are peste 100.000 clickuri (USA)

1 stat are peste 40,000 clickuri (Moldova)

2 state au peste 20,000  clickuri (Italia,  Germania)

1 stat are peste 10.000 clickuri (Franta)

6 state au peste 5.000 clickuri (Olanda, Belgia, Marea Britanie, Canada, UngariaSpania )

10 state au peste 1,000 clickuri (Polonia, Rusia,  Australia, IrlandaIsraelGreciaElvetia ,  Brazilia, Suedia, Austria)

50 state au peste 100 clickuri

16 state au un click

Website seo score
Powered by WebStatsDomain

DE URMĂRIT

1.EDITURA HOFFMAN

https://www.editurahoffman.ro/

2. EDITURA ISTROS

https://www.muzeulbrailei.ro/editura-istros/

3.EDITURA UNIVERSITATII CUZA - IASI

https://www.editura.uaic.ro/produse/editura/ultimele-aparitii/1

4. PRINTRE CARTI

http://www.printrecarti.ro/

5. ANTICARIAT ALBERT

http://anticariatalbert.com/

6. ANTICARIAT ODIN 

http://anticariat-odin.ro/

7. TARGUL CARTII

http://www.targulcartii.ro/

8. MAGAZINUL DE CARTE

http://www.magazinul-de-carte.ro/

9. ANTICARIAT PLUS

http://www.anticariatplus.ro/

10. CARTEA DE CITIT

http://www.carteadecitit.ro 11. ANTICARIAT ON-LINE
http://www.carti-online.com/

12. ANTICARIATUL DE NOAPTE

 http://www.anticariatuldenoapte.ro/

13. ANTICARIATUL NOU

http://www.anticariatulnou.ro

14. ANTICARIAT NOU

https://anticariatnou.wordpress.com/

15. ANTICARIAT ALEPH

https://www.anticariataleph.ro/

16. ANTIKVARIUM.RO

http://antikvarium.ro

17.ANTIKVARIUS.RO

https://www.antikvarius.ro/

18. EDITURA ARGONAUT

https://www.editura-argonaut.ro/

19.EDITURA MEGA

https://edituramega.ro/

20. TIMBREE

www.timbree.ro

21. FILATELIE

 http://www.romaniastamps.com/

22 MAX

http://romanianstampnews.blogspot.com

23. STAMPWORLD

http://www.stampworld.com

24. LIBMAG

https://www.libmag.ro/oferta-carti-polirom/?utm_source=facebook-ads-7-99-polirom&utm_medium=banner-facebook&utm_campaign=7-99-polirom-facebook&utm_content=new-3

25. DAFFI'S BOOKS

https://www.daffisbooks.ro 26. MAGIA MUNTELUI

http://magiamuntelui.blogspot.com

27. RAZVAN CODRESCU
http://razvan-codrescu.blogspot.ro/

28.RADIO ARHIVE

https://www.facebook.com/RadioArhive/

29.NATIONAL GEOGRAPHIC ROMANIA

https://www.natgeo.ro/revista

30. SA NU UITAM

http://sanuuitam.blogspot.ro/

31. MIRON MANEGA
http://www.certitudinea.o

32. CERTITUDINEA

www.certitudinea.com

Anunturi

Licenţa Creative Commons Această retea este pusă la dispoziţie sub Licenţa Atribuire-Necomercial-FărăModificări 3.0 România Creativ

Note

Hoffman - Jurnalul cărților esențiale

1. Radu Sorescu -  Petre Tutea. Viata si opera

2. Zaharia Stancu  - Jocul cu moartea

3. Mihail Sebastian - Orasul cu salcimi

4. Ioan Slavici - Inchisorile mele

5. Gib Mihaescu -  Donna Alba

6. Liviu Rebreanu - Ion

7. Cella Serghi - Pinza de paianjen

8. Zaharia Stancu -  Descult

9. Henriette Yvonne Stahl - Intre zi si noapte

10.Mihail Sebastian - De doua mii de ani

11. George Calinescu Cartea nuntii

12. Cella Serghi Pe firul de paianjen…

Continuare

Creat de altmariusclassic Dec 23, 2020 at 11:45am. Actualizat ultima dată de altmariusclassic Ian 24.

© 2021   Created by altmarius.   Oferit de

Embleme  |  Raportare eroare  |  Termeni de utilizare a serviciilor